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	<title>Karibik &#8211; Reisen ins Paradies</title>
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	<description>Unsere Kreuzfahrten in Wort und Bild</description>
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		<title>Ein bezaubernder Abschied&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Siegfried]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2022 16:18:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karibik]]></category>
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					<description><![CDATA[St. Kitts, 15.12.2022 Unsere letzte Station, bevor es auf eine zweitägige Rückreise ausschließlich auf See gehen sollte war die Insel St. Kitts, die mit der Nachbarinsel Nevis, die nur ca. 3 km entfernt liegt, einen gemeinsamen Inselstaat bildet. Bemerkenswert ist dabei, dass beide Inseln in der letzten Eiszeit, in der der Meerespiegel ca. 60 m niedriger lag, mit weiteren naheliegenden Kleinstinseln eine gemeinsame Landmasse bildeten. Heute weist St. Kitts mit einer Fläche von caq. 169 km² lediglich 15 % der Fläche der Stadt Berlin auf und ist mit lediglich ca. 40.000 Einwohnern absolut kein Bevölkerungsriese. Umso erstaunlicher war dann allerdings, was alles wir an modernen Gebäuden, Instituten, Universitäten oder Flughäfen vorfinden konnten. Kein Verfall auch in der kleinen Hafenstadt Basseterre, durch dessen teils enge Straßen uns ein zu Recht stolzer Reiseführer gefüjhrt hat. Es ist ein Inselstaat, der sich im besten Sinne des Wortes entwickelt und scheinbar von sehr klugen und weitsichtigen Politikern in die Moderne geführt wird. Mit einer Arbeitslosenquote von ca. 4,5% liegt sie fast im &#8222;europäischen Standard&#8220;. Natürlich gibt es auch auf der Insel Schattenseiten. So haben sich in den Ortschaften Jugend-Gangs gebildet, die sich buchstäblich bis aufs Messer bekriegt und die Mordrate bis vor ca. 10 Jahren fast staatsagefährdend in die Höhe getrieben haben. Ein bei dem &#8222;normalen&#8220; Bürger vor Ort umstrittenes Programm der Regierung, das den Clan-Chiefs ein bedingungsloses Einkommen garantiert, so lange sie dafür Sorge tragen, dass die Bandenkriege eingestellt werden und bleiben, hat hier diese Mordrate aug Null gesenkt. Das Problem der Gangs ist jedoch geblieben und wird derzeit &#8211; auch erfolgreich &#8211; durch verstärktes Engagement in die Bildung und Ausbildung der Jugendlichen bekämpft. Zumindest letztere Maßnahme ist eine strategisch kluge Vorgehensweise, denn das Prinzip lautet Förderung und Bildung geistiger Eliten. Hier sind die Politiker dieses Zwergenstaates wohl klüger als manche Politiker in unserem so fortschrittlichen Land. St. Kitts hat eine bewegte Geschichte und war seit der Entdeckung durch Europäer immer wieder abwechselnd in spanischer, französicher und auch englischer Hand. Erst mit dem Frieden von Paris 1783 wurde sie dann endgültig britisch, in 1983 dann endgültig unabhängig. Die Merheit der Einwohner sind Nachfahren afrikanischer Sklaven, wobei bis heute deutlich erkennbar der Grundsatz gilt: weiß gleich reich &#8211; farbig gleich weniger reich bis arm. Unser Ausflug führte uns zunächst durch die kleine Hauptstadt Basseterre und danach an der Küste entlang in Richtung Nordwesten. Vorbei an modernen Gebäuden zweier medizinischer Fakultäten, moderne Gebäude mit Campus-Charakter, da für die ausländischen Studenten vor allem der benachbarten karibischen Staaten unzählige Wohnungen bzw. Appartements in unmittelbarer Nähe gebaut wurden. Eine erste Station außerhalb von Basseterre führte uns auf ein gut erhaltenes, zauberhaft gelegenes Herrenhaus, dem Fairview Great House, das in 1701 erbaut wurde und seitdem mehrere Besitzer hatte. Alle Besitzer haben den mit Bau des Hauses angelegten botanischen Garten gepflegt, der trotz der hohen Temperaturen zu einem Spaziergang durch eine tropische Pflanzenwelt einlud. Die zweite Station führte uns zunächst an einer kleinen karibischen Sensation vorbei: einem Petroglyphen, der von den ersten Bewohnern St. Kitts, Kariben oder auch etwas später Arawaks in einen Felsen geritzt wurden. Die eigentliche Bedeutung ist umstritten, einerseits werden Fruschtbarkeitssymbole, anderseits auch Darstellungen von Göttern vermutet. Die Petroglyphen von Romney Manor sind nicht nur die ältesten sondern auch noch die größten der gesamten Karibik. Nicht weit vom Standort der Petroglyphen befindet sich mitten im Regenwald, aber herrlich angelegt ein weiteres, etwas kleineres Herrenhaus, das dem Ur-Ur-Ur-Großvater des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Thomas Jefferson gehörte und heute eine Batikwerkstatt und natürlich: einen sehenswerten botanischen Garten mit überwiegend tropischen Bäumen aufzuweisen hat. Vorletzte und spektakulärste Station dieses Ausfluges war das Brimstone Hill Fort, eine gewaltige Festungsanlage auf einem Vulkanrücken in bis zu 243m Höhe, mit fantastischen Aussichten rundum. Die Anlage wurde ca. 1690 begonnen und erst 1790 in die Form gebracht, die wir heute noch begehen können. Nicht zu ermessen, wieviele der afrikanischen Sklaven, die dem Vulkanhügel diese Anlage abringen mussten, dabei ihr Leben verloren haben. Seit 1995 ist Brimstone Hill Weltkulturerbe und ja, zu Recht. Auch wenn die Ausblicke auf der Hauptebene der Festung schon spektakulär genug sind, es geht noch besser. Allerdings nur, wenn man die letzten ca. 100 Höhenmeter auf einem außerordentlich steilen Fußweg überwindet. Bei 30 Grad Außentemperatur erneut eine schweißtreibende Angelegenheit. Und so wurde auch heftig gelacht, als ich beim Aufstieg, den ich, nachdem ich schon am Vortag das Fort Napoleon habe ausfallen lassen, nicht auch noch vermeiden wollte, eine mir entgegenkommende Besucherin schwer atmend fragte, ob den &#8222;da oben&#8220; auch ein Sauertstoffzelt aufgebaut sei. Aber der Aufstieg hat sich gelohnt. Nicht nur dass dort sehr gut erhaltene Kassematten besichtigt werden konnten. In den Räumen waren dann auch durch Puppen und zeitgenössische Austattungsgegenstände die Lebensbedingungen der dort stationierten Soldaten dargestellt. Unvorstellbar der Gedanke, hier bei permanent Temperaturen um die 30 Grad mit den vollständigen Uniformen, Perücke auf dem Kopf und Dreispitz seinen Dienst leisten zu müssen. Wohl nichts für feine Nasen.Und sensationell auch der Blick von dieser höchsten Plattform auf die Strände der Insel in südwestliche Richtung und in den Urwald der Tropeninsel in nordostwärtiger Richtung. Man hätte Stunden hier verweilen können und dennoch in jeder Minute etwas anderes, noch schöneres sehen können. Ich habe mir schon viele Forts und Verteidungsanlagen weltweit angeschaut. Brimstone Hill zählt wohl zu denjenigen, die man nie mehr vergessen wird. Letzte Station des Tages und unserer Kreuzfahrt war ein Aussichtspunkt auf der Insel, der den Blick sowohl auf den Atlantik (links auf dem Bild) und der karibischen See (rechts auf dem Bild ermöglicht. Wer diesen Punkt anfährt muss zuvor die wohl neuesten Gebäude bzw. Siedlungsbereiche der Insel durchqueren, wobei Dimension der Häuser und Anlagen sowie ein Golfplatz des ebenfalls hier an einem wunderbaren Strand gelegenen Hilton-Hotels deutliche Hinweise auf die hier ansässige Klientel geben. Unser Reiseführer sagte, dass vor dem Aussichtspunkt, eigentlich ein Scheitelpunkt bzw. eine Passhöhe &#8222;nur&#8220; die Millionäre leben würden, dahinter dann sogar die Milliardäre. Ganz so dürfte es wohl nicht sein, denn wir durchquerten auch das Campusgelände einer Fachhochschule, auf dem Unterkünfte standen, die absolut &#8222;state of the art&#8220; waren.]]></description>
		
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		<title>Îles des Saintes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Siegfried]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Dec 2022 00:04:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karibik]]></category>
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					<description><![CDATA[Guadeloupe, 14.1.2022 Seit Beginn der Reise hatte wir jede Insel mit mindestens einem Ausflug oder einem privaten Trip &#8222;mitgenommen&#8220; und vor allem Gaby musste sich aufgrund ihrer nach wie vor akuten, sehr schmerzhaften Hüftbeschwerden teilweise deutlich durch die botanischen Gärten und Herrenhäuser oder auch einfach durch Spaziergänge, wenn man sie denn so nennen darf, quälen. Also haben wir beschlossen, auf in der Hauptstadt der Insel St. Lucia, Soufriere, lediglich einen kleineren Spaziergang in Hafennähe zu machen. Es wurde ein außerordentlich kurzer Spaziergang. Denn bereits nach Verlassen des Eingangs/Ausgangsbereiches am Kreuzfahrtquai mit seinen obligatorischen Andenken-Shops und privaten Taxifahrern, die sicher tolle Ausflüge anzubieten haben, standen wir auf der Hauptstraße der früheren Hauptstadt und Hafenstadt Soufriere, die lediglich ca. 16.000 Einwohner aufzuweisen hat. Spektakuläre Gebäude konnten wir in unseren Reiseführeren und nach Internetrecherche nicht finden, also blieb es bei der Absicht, ein wenig Lokalcolorit aufzunehmen. Gefunden haben wir allerdings, mehr als auf anderen Inseln, bittere Armut. Vor allem junge Menschen hatten sich in den Bars und Cafes an der Hauptstr. eingefunden und waren bereits um 11.00 Uhr Ortszeit fast ausnahmslos betrunken. Ungeniert wurden wir, vor allem Gaby, angesprochen und da wir höflich aber bestimmt auf Abstand blieben, auch teilweise übel beschimpft. Überall, ob Gebäude oder Straßen, war Verfall und Schmutz zu sehen, auch die Nase, die wir nach wie vor mit unseren Masken schützen wollten, haben das mitbekommen. Eine überdachte Markthalle, in der wir lokale Produkte erwarteten, war zur Hälfte mit Drahtgittern abgesperrt, aber sichtbar ungenutzt, auf der verbleibenden Fläche waren lediglich die typischen Andenken, vor allem aber Tücher und T-.Shirts in allen erdenklichen Farben und Mustern zu erwerben. Wir waren die einzigen &#8222;Kunden&#8220;, aber zumindest hier waren die Verkäuferinnen recht zurückhaltend und so konnten wir in Ruhe, dennoch aber zügig unsere Runde beenden. Uns hätte sicher im Inland mit seinen tropischen Schönheiten etwas anderes erwartet, aber an diesem Morgen blieb uns nur die Flucht. Zum Glück hatten uns dann Mitreisende von ihren Ausflügen berichtet und im Vergleich zu den bisherigen Zielen schnitt St. Lucia auch bei diesen Mitreisenden bedeutet schlechter ab. Ganz anders dann der Folgetag, an dem wir vor den vor der Insel Guadeloupe liegenden Îles des Saintes ankerten. Zwar konnte Gaby nach wie vor nicht an Land, ich selbst habe mich dann aber doch auf den weg gemacht und ein oder andere Überraschung erlebt. Die Îles des Saintes, &#8222;Die Inseln der Heiligen&#8220;, erhielten von Kolumbus ihren Namen, der an Allerheiligen 1493 hier anlegte. Aber erst in 1648 wurde die Inselgruppe und auch die Hauptinsel Guadeloupe von Franzosen besiedelt. Aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage war die Inselgruppe sowohl von Engländern wie auch Franzosen recht begehrt, wurde dann aber in 1816 endgültig und bis zum heutigen Tage französisch. Unsere MARINA lag an der Stelle vor Anker, an der am 12. April 1782 die größte Seeschlacht der Karibik, die Seeschlacht von Les Saintes, die aufgrund des Rückzugs der Franzosen zugunsten der Engländer ausging, stattfand. Die Vorstellung, das an genau dieser Meerenge ca. 100 Schiffe auf beiden seiten, hatte schon etwas, vor allem weil mit uns zwei Segelschiffe, ebenfalls Kreuzfahrtschiffe, auf Reede lagen, ein Viermaster und ein Fünfmaster. Eine imposante Kulisse. Nachdem ich nach kurzer Tenderfahrt, bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad, an Land ging, erwartete mich die erste Überraschung. Es wurde französisch gesprochen und Straßenschilder und Ladenbezeichnungen etc. waren auf französisch. Ich war erfreut, viele Mitreisende US-Bürger waren deutlich irritiert bis sogar empört. Ich machte mich auf den Weg, die kleine Ortschaft, die den Namen der Insel Terre-de-Haut trägt zu erkunden und wählte dabei auch die Seitenstraßen. Der Ort selbst hat nicht mehr als ca. ca. 2.500 Einwohner, dementsprechend kurz waren auch die Wege. Dennoch schien es ungewöhnlich zu sein, dass ein Tourist die Seitenstraßen begeht, denn in der Nähe einer Schule konnte ich eine kleine Gruppe uniformierter Schüler beobachten, die mit deutlichen Signalen in meine Richtung tuschelten. Endlich wurde ein mutiger Schüler vorgeschickt, der micht ganz vorsichtig ansprach: &#8222;Vous êtes américain?&#8220; Auf französisch verneinte ich und gab den Hinweis, dass ich Deutscher sei, woraufhin ein Gejole ausbrach und ich von ca. 12-15 Schülern umringt wurde. Die wollten ganz genau wissen, warum ein Deutscher auf einem Kreuzfahrtschiff der Amerikaner unterwegs sei. Vor allem ein Deutscher, der französisch sprach. Gott sei Dank erlöste mich nach kurzer Zeit die Schulglocke und ich konnte meinen Weg durch ein aufgeräumtes Örtchen, das bis in die privaten Gärten hinein gepflegt und im Gegensatz zu dem bisher gesehenen geradezu klinisch sauber war. In einem Anfall von Wahnsinn machte ich mich auf den Weg zu dem nahegelegenen Fort Napoleon. Wahnsinn deshalb, weil ich bereits nach der ersten Stunden meines Rundgangs durch den kleinen Ort vollkommen von meinem Schweiß durchnässt war und jeder Schritt den Berg zum Fort, das deutlich oberhalb der Ortschaft lag, trieb weitere Schweißperlen auf die Stirn. Auf halber Strecke und angesichts der erschöpften Menschen, die mir entgegenkamen, habe ich kurzerhand entschieden, dass Napoleon dieses Mal nicht gewinnen würde. Am Quai wieder angekommen wurde ich sofort von den Mitarbeitern der MARINA mit kalten Tüchern und Getränken versorgt, der Blick auf meine vollkommen durchnässte Kleidung hat bei so mancher älteren Mitreisenden (jedenfalls älter als ich) Muttergefühle ausgelöst und dementsprechend wurde ich auch umsorgt. Dennoch hat mir der Ausflug ausgesprochen gut gefallen. Auflösen kann ich allerdings nicht, warum Inseln, die so nahe beieinander liegen wie Barbados, St. Vincent, St. Lucia etc. so unterschiedliche &#8222;Lebensumstände&#8220; zu haben scheinen. Bei der einen Hoffnungslosigkeit, Verfall, Trunkenheit als Lösung, bei der anderen deutlich zu spürender Aufbruch, Sauberkeit und Zufriedenheit. Ich werde das wohl nie verstehen. Eine nette, aber in Bezug auf unsere diesmaligen Mitreisenden absolut typische Anekdote war dann ein Gespräch, das Gaby an Bord mithören musste. Es haben sich auf den Sonnenliegen an Bord zwei amerikanische Damen niedergelassen und ihren Ausflug auf die Insel besprochen. Und tatsächlich waren sich die beiden voller Empörung einig, dass es doch unmöglich sei, wenn auf einer Insel, die von einem amerikanischen Kreuzfahrtschiff angefahren wird, französisch gesprochen wird. Das hätte man vor der Buchung doch sagen müssen&#8230;.Wenigstens habe man in Dollar bezahlen können&#8230;.So etwas passiert, wenn bestimmte US-Bürger einmal ihre Blase der us-amerikanischen Einzigartigkeit verlassen müssen.]]></description>
		
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		<title>Tradition (!) und Fortschritt (?)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Siegfried]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Dec 2022 17:28:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karibik]]></category>
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					<description><![CDATA[ST. VINCENT, 11.12.2022 Obwohl nur ca. 150 km von Grenada entfernt, hat die Insel St. Vincent zwar die gleiche tropische Üppigkeit, erscheint aber wesentlich zersiedelter und auch ein wenig vernachlässigter als der südliche Nachbar. St. Vincent gehört zu den sogenannten Inseln über dem Wind und weist, ähnlich wie Grenada, nur ca. 35 % der Fläche von Berlin auf. Die Besonderheit der Insel ist eine kleine Bevölkerungsgruppe, die Garifuna, die ca. um 1635 aus der Vermischung von Afrikanern und den damaligen Bewohnern der Inseln, den Kariben, entstand. Die Afrikaner waren Überlebende zweier englischer Sklavenschiffe, die vor der Insel Schiffbruch erlitten und die von den einheimischen Kariben, den Kalipona, auch zum Schutz gegen die englischen Sklavenhändler aufgenommen wurden. Von St. Vincent aus verbreiteten sich die Garifuna über Zentralamerika, wobei Anlass eine zwangsweise Umsiedlung durch die Engländern auf die honduranische Insel Roatan war, wo wir von dieser Bevölkerungsgruppe auf unseren vorangehenden Kreuzfahrten zum ersten Mal hörten. St. Vincent war bis 1783 zwischen England und Frankreich aufgeteilt, wurde jedoch in diesem Jahr durch den Vertrag von Versailles endgültig Großbritannien zugeschlagen. Bei einem Besuch des ältesten botanischen Gartens weltweit konnten wir auch einen Brotfruchtbaum sehen, der unmittelbar auf Pflanzen zurückgeht, die von Kapitän William Bligh, dem ehemaligen Kapitän der Bounty, am 24. Januar 1784 auf die Insel gebracht wurde. Die Brotfrucht war dringend notwendiger Ersatz für die während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges ausbleibenden Getreidelieferungen aus Nordamerika und wurden von den Plantagenbesitzern als Grundnahrungsmittel für die Sklaven angebaut.Bis heute, allerdings ohne, zumindest nicht erkennbare Sklavenarbeit, werden hauptsächlich Zuckerrohr, Bananen, Baumwolle und Kokosnüsse angebaut.Die Insel wird beherrscht von dem nach wie vor aktiven Vulkan La Soufrière, der mit seinen regelmäßigen Ausbrüchen nicht nur für fruchtbaren Boden sorgt, sondern auch regelmäßig erhebliche Sach- und Personenschäden auf der Insel und auf den Nachbarinseln anrichtet. Bei einem Ausbruch 1902 starben etwa 1600 Menschen, bei neueren Ausbrüchen, zuletzt in 2020 und 2021, kamen allerdings dank rechtzeitiger Evakuierungen keine Menschen zu Schaden. In 2021 wurden viele Inselbewohner durch Kreuzfahrtschiffe auf benachbarte Inseln in Sicherheit gebracht. Die weitere Excursion auf der Insel hat teils traumhafte Ausblicke über eine tief zerklüftete Landschaft ermöglicht, wobei überall die bunten Häuser der kleinen Ortschaften diese grüne Landschaft durchbrochen haben. Wie auf Grenada wuchsen auch hier überall an den Straßenrändern fast wie Unkraut Bananen, Avocados oder Mangos. In der Nähe der Hauptstadt Kingstown befindet sich nicht nur ein recht stark frequenter internationaler Flughafen, sondern auch einige recht mondäne Hotels sowie kleinere Yachthäfen für die eher betuchten Karibik-Segler.]]></description>
		
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		<title>Tropen pur&#8230;..</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Siegfried]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Dec 2022 12:55:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karibik]]></category>
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					<description><![CDATA[GRENADA, 11.12.2022 Alles, was wir von der Insel Grenada wussten waren doch recht rudimentäre Kenntnisse von der Invasion der US-Streitkräfte auf der Insel in 1983, stark eingefärbt von einem der letzten Filme, in denen Clint Eastwood noch selöbst gespielt hat. Erwartungen irgendwelcher Art waren daher, vor allem auch unter dem enttäuschenden Eindruck des Besuches auf Barbados, nicht vorhanden. Aber: diese Insel sollte uns eines besseren belehren. Bereits nach dem Aufstehen und Öffnen des Vorhangs unserer Kabine konnten wir auf eine steile, grüne Wand voller tropischer Pflanzen blicken, die nur wenige Meter vom Schiff entfernt aus dem Meer nach oben wuchs. Eindeutig der Hinweis auf den vulkanischen Ursprung der Insel. Jedenfalls, dieser Kapitän, oder wer auch immer das Schiff in diese Position gebracht hat, versteht etwas von seinem Handwerk. Und zu meiner großen Freude wurde diese grüne Wand durch einige wenige Blüten durchbrochen, was die Szene allerdings noch exotischer machte. Grenada ist die südlichste einer Reihe weiterer, kleinerer Inseln, den Grenadinen, und liegt nur etwa 200 km norostwärts von Venezuela. Sie war das südlichste unserer Reiseziele. Mit ca. 340 km² ist die Insel nur 1/3 so groß wie der Stadtstaat Berlin und hat lediglich ca. 113.000 Einwohner. Dass die Insel vulkanischen Ursprungs ist, konnten wir bereits wenige Meter nach Ausfahrt aus dem Hafengelände erfahren. Wer dort Auto oder Bus fährt, muss wirklich fahren können. Steilste Straßenzüge und engste Kurven durchziehen bereits die Hauptstadt St. Georges, was sich auch nicht im Inneren der Insel ändert. Lediglich wenn man die wenigen Krater der erloschenen Vulkane befährt, wird es flacher. Und wie bei den Vulkaninseln, die wir in der Südsee mit Tahiti, Mooerea und Nuku Hiva bereits kennengelernt hatten, sind auch auch auf Grenada kleinere und größere Wasserfälle zu finden, die sich tief in das vulkanische Gestein hineingegraben haben. Auf unserem Ausflug haben wir die Annendale Falls besichtigt, die nur über eine kleinere Wanderung durch einen üppigen tropischen Regenwald zu erreichen waren. Bereits die ersten Meter außerhalb der Stadt hat uns in eine Welt tropischer Üppigkeit gebracht. Man kann auf dieser Insel wahrscheinlich nicht verhungern, man pflückt sich einfach Bananen von den Stauden am Wegesrand, Mangos, Avocados, Brotfrucht und viele weitere, uns allerdings unbekannte Früchte. Im Gegensatz zu Barbados waren die Häuser, vielmehr Hütten, sehr gepflegt, sehr, sehr bunt, die Gärten, so sie unmittelbar an den Häusern waren, ebenso. Dieses bunte Bild der Hütten hat uns allerdings gleichermaßen auf allen Inseln die wir besucht hatten, beeindruckt. Eine Freude für das Auge &#8211; wenn man nicht ganz so nah dran war. Vielleicht ist ein Grund, warum auf Grenada alles ein wenig aufgeräumter, sauberer war als auf z.B. Barbados die Tatsache, dass diese Insel deutlich weniger als die anderen von Hurrikans heimgesucht wurde und wird. Das erste Ziel unseres Ausflugs führte uns in einen botanischen Garten, der diese tropische Üppigkeit der grenadischen Pflanzenwelt ein wenig strukturieren half. Angefangen von den von uns zumindest dort nicht erwarteten Kakao-Bäumen, über Mammut-Kalebassen, Brotfrucht, Jackfruit, Mango, Avocado, etliche unterschiedliche Palmenarten, Gewürze wie Rinde vom Zimtbaum, Muskat, Pfeffer, Vanilleschoten, Nonifrucht, Bananen, Zitronengras, und viele weitere mehr. Die Führerin durch dies üppige Pflanzenreich konnte zu jeder Frucht, zu jeder Pflanze, zu jeder Wurzel erklären wofür diese gut sind. Zu viel auf einmal für uns. Und so haben wir überwiegend den Umstand genossen, diese exotische Vielfalt an einer Stelle vorfinden zu können. Ein weiteres Ziel unseres Ausflugs war ein kleinerer See, der Grand Etang Lake, ein durch die umliegenden Wasserflüsse gefüllter Rest eines Vulkankraters, der sich recht unspektakulär und etwas verträumt in der Landschaft präsentierte. Abgesehen von der nahezu absoluten Stille an diesem See, hat unser Laacher See mindestens genausoviel zu bieten. Was am Laacher See allerdings nicht zu finden ist: Mona-Affen. Diese freilebenden Äffchen, eigentlich zählen sie zu den Meerkatzen, sind von Sklaven nach Grenada eingeschleppt worden und leben außerhalb Afrikas nur hier auf Grenada. Sie sind außerordentlich gefräßig und lassen sich daher durch entsprechende Futterangebote leicht anlocken. Neben der Tatsache, dass es ein Erlebnis ist, diese Äffchen in der freien Natur erleben zu können, hat mich vor allem das Bild der Mitreisenden unseres Busses amüsiert, die, alle mit der Kamera bewaffnet und Blick in den Regenwald gerichtet, auf die posierlichen Tiere warteten. Und so war es teilweise wie im Zoo: wer beobachtet eigentlich wen?Letzte Station war dann ein weiterer gepflegter botanischer Garten, der vor allem durch sehr unterschiedliche Hibiskusarten mit einer entsprechenden Blütenpracht überzeugen konnte. Von diesem Ausflug haben wir, neben der Natur in all ihrer Üppigkeit, vor allem eines mitgenommen: die Lebensfreude der Menschen, den Stolz auf ihr kleines Inselchen und die Freundlichkeit gegenüber den Fremden. Auch wenn der Tourismus die Haupterwerbsquelle ist und den Bewohnern Grenadas dieser Umstand sehr bewusst ist, man spürt in allen Bereichen, dass man willkommen ist.]]></description>
		
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		<title>Eine Safari der besonderen Art</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Siegfried]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2022 21:02:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karibik]]></category>
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					<description><![CDATA[DOMINICA, 09.12.l2022 Diesen Inselbesuch haben wir lange ersehnt, allerdings nicht der Insel selbst wegen. Die Besonderheit dieser Insel ist die Tatsache, dass gerade in den Monaten November bis Februar in der umgebenden karibischen See zahlreiche Wal-Arten beobachtet werden können. Dabei insbesondere Pottwale, Grindwale, verschiedene Delfinarten, Buckewale oder Schwertwale. Obwohl wir beide noch von der desaströsen Katamaranfahrt angeschlagen waren, wagten wir uns erneut auf ein kleineres Boot und in eine nach wie vor rauhe See. Zu verlockend war die Aussicht, eine oder auch mehrere dieser beschriebenen Walarten beobachten zu können. Unsere MARINA ankerte auf Reede ca. 500 m vor Dominica und bereits die Tenderfahrt auf den winzigen Landesteg vor Roseau, den sich die MARINA auch noch mit einem anderen, recht großen Kreuzfahrer teilen musste, geriet zur Geduldsprobe. Für die besagten 500 m benötigte unser Tenderboot mehr als 50 Minuten. Gaby und ich hatten dabei noch das Glück, dass wir eigentlich noch einen kleinen Abstecher in die Stadt Roseau machen wollten und daher recht frühzeitig das Schiff verlassen haben. So konnten wir problemlos unser Ausflugsboot erreichen. Andere hatten da etwas weniger Glück, denn die Koordination am Landsteg ließ lange Wartezeiten des Ausflugsbootes nicht zu. Die Bootsfahrt in das Zielgebiet war aufgrund der nach wie vor rauhen See etwas holprig, aber gewarnt durch den Vortag haben Gaby und ich erfolgreich mit entsprechenden Tabletten Vorsorge getroffen, denn um nichts in der Welt wollten wir ein mögliches Abenteuer verpassen. Und im Zielgebiet angekommen erwartete uns dann überraschenderweise nicht nur eine fast spiegelglatte See, sondern auch genau die Tiere, wie wir uns so sehr erhofft hatten. Die erste Meldung fiel genauso aus, wie wir es aus Herman Melvilles &#8222;Moby Dick&#8220; kannten: &#8222;Ein Wal. Da bläst er!&#8220; Und tatsächlich sahen wir &#8211; NICHTS. Vielleicht ein wenig Gischt. Sonst NICHTS. Minutenlang NICHTS. UND DANN PLÖTZLICH SCHOSS EIN RIESIGES ETWAS AUS DEM WASSER. Über mehr als eine Stunde begleiteten uns bis zu sechs Pottwalweibchen, ja spielten sogar mit uns. Sie schwammen an unser Boot und querten es nur wenige Meter entfernt. Alle auf dem Boot waren beeindruckt von dieser Größe und dennoch Eleganz, mit der diese Säugetiere an uns vorbeizogen. Und irgendwann sahen wir dann nur noch gewaltige Schwanzflossen aus dem Wasser auftauchen, entsprechend unserer Reiseführer ein Zeichen dafür, dass die Wale jetzt für mindestens 40 bis 50 Minuten weit in die Tiefe abtauchen würden. Es war ein wahres Spektakel&#8230;&#8230;.]]></description>
		
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		<title>Ein nasses (Miss)Vergnügen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Siegfried]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2022 12:17:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[ANTIGUA, Donnerstag 08.12.2022 &#8222;Fahren Sie mit einem eleganten Katamaran durch das&#160; türkisfarbene Wasser der&#160;Karibik, während die Sonne langsam ins&#160; Meer rutscht. Der Katamaran befindet sich jenseits der geschützten Gewässer von Deepwater Harbour und bietet einen ungehinderten Blick auf die untergehende Sonne. Der beste Ort,&#160;um dieses Naturschauspiel zu beobachten, ist auf dem offenen Deck, während Sie&#160; bequem mit einem Begrüßungscocktail&#160; in der Hand faulenzen.&#160;Nur wenige Erlebnisse sind so entspannend und atemberaubend, da der Himmel sicherlich in allen erdenklichen&#160; Rot-, Orange-&#160;und Gelbtönen in Flammen stehen&#160;wird. Mit den Lichtern der&#160; Stadt, die&#160; am Ufer funkeln, und der Sonne, die&#160; majestätisch auf See untergeht,&#160;wird&#160;es in alle Richtungen&#160;ein wunderbarer Anblick sein.&#8222; Wer würde bei dieser Beschreibung nicht auch Lust bekommen, sich dieses Schauspiel anzuschauen. Wir jedenfalls waren uns sicher, dass es einen großartigen Abschluss eines an sich wunderbaren Tages auf Antigua sein würde und haben uns auf den Sonnenuntergang auf See gefreut. Allerdings hat sich alles ein wenig anders entwickelt. Bereits beim Besteigen des Katamarans gab es Schwierigkeiten, da schon im Hafen die See ein wenig unruhig war und der Katamaran nur mit größter Vorsicht überhaupt bestiegen werden konnte. Dennoch waren wir guter Hoffnung, denn Katamarane sollen ja bekanntlich weniger anfällig bei rauher See sein. Diese Hoffnung schwand aber bereits nach wenigen hundert Metern Segelstrecke aus dem Hafen in Richtung Westen. Nicht nur dass die See von rauh zu ruppig und von ruppig zu stürmisch wurde, das Boot segelte auch noch gegen den Wind und gegen sich immer höher auftürmende Wellen, die nach eigener Einschätzung 2,5 bis 3 Meter Höhe erreichten. Eher mehr als weniger. Die Bootsbesatzung hatte eine diebische Freude daran, so ziemlich jede Welle direkt anzufahren, was dann natürlich aus der eleganten Bootsfahrt eher eine Tauchfahrt machte und dementsprechend waren die Passagieren auch früher oder später komplett durchnässt. Der Katamaran hob und senkte sich natürlich auch entsprechend und wer sich nicht durch z.B. Tabletten gegen diese Schaukelei vorbereitet hatte, nahm früher oder später diese komische gelb-grüne Farbe mit entsprechendem Drang an die Reeling an. Gaby dagegen packte sich mit beiden Händen alles was sie von Siegfried kriegen konnte, blaue Flecken an Arm und Beinen von Siegfried waren garantiert. Was sie dann noch so von sich gab, ist absolut nicht jugendfrei. Irgendwann wurde sie dann, mittlerweiel auch total durchnässt, von einem Mitglied der Besatzung im hinteren Teil des Katamarans in Sicherheit gebracht. Siegfried wollte sich dagegen seinen Platz für die Aufnahmen des Sonnenuntergangs erhalten, setzte sich damit aber auch dem Wasser aus. Das allerdings war dann irgendwann ein Segen. Denn die etwas kühlere Abendbrise sorgte bei der durchnässten Kleidung dafür, dass es so richtig kalt wurde und nur das mit 29 Grad recht warme Wasser hat die aufkommende Kälte etwas gemildert. Nach Erreichen des Zielortes auf See, die sich mittlerweile etwas beruhigt hatte, was aber an dem Zustand der Passagiere nur wenig änderte, wurden die Minuten bis zum Sonnenuntergang gefühlt zu Stunden und leider kamen dann auch noch Wolken auf, so dass die erwarteten Farbschattierungen, wenn überhaupt, nur sekundenweise auftraten. Bei der Rückfahrt hatte kaum einer der Passagiere noch einen Sinn für die glitzernden Lichter der Hafenstadt, die meisten hatten nur ein Ziel: runter vom Katamaran. Einige wenige hatten allerdings die Situation genutzt und den mit Seewasser deutlich angereicherten Rumpunsch etwas zu üppig genossen. Dementsprechend kamen dann auch auf die Frage des Kapitäns, ob diese etwas &#8222;pumpy&#8220; ausgefallene Tour gefallen hätte, mehr oder weniger klare Antworten wie &#8222;great, marvelous usw.&#8220;. Meine Reaktion: man muss wohl absolut betrunken sein, um eine solches Desaster als &#8222;great&#8220; zu bezeichnen.]]></description>
		
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		<title>Überraschung&#8230;..</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Siegfried]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2022 01:37:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nach San Juan ging die Reise auf die Insel Antigua, die wir bei unserem ersten Besuch als wenig aufregend bis langweilig bewertet hatten. Zunächst wollte wir uns auch auf eigene Faust auf der Insel bewegen bzw. einen der ganz wenigen wirklich schönen Strände mit dem Taxi anfahren, haben dann aber doch einen Ausflug unseres Schiffes gebucht und wurden nicht enttäuscht. Nicht nur, dass wir von einer Reiseführerin mit dem Namen Nutilia begleitet wurden, die ein ausgzeichnetes English sprach, will heißen, wir konnten tatsächlich alles verstehen, sondern die uns durch ein ausgezeichnetes Wissen über Land und Leute, über Geschichte und Kultur überzeugen konnte. Eine Frau, die uns stolz ihren Status als Großmutter mitteilte und sich in einigen Fällen auch dementsprechend fürsorglich verhielt. Leider war das bei dem ein oder anderen US-Gast auch erforderlich. Aber das ist ein ganz anderes Thema. Die erste Station führte uns auf den Dow&#8217;s Hill, wo wir in einem nett aufgemachten Media Center eine kurze, sehr einfach gehaltene, dennoch überzeugende Reise durch die Inselgeschichte präsentiert bekamen. Obwohl die Insel bereits von Kolumbus &#8222;zur Kenntnis&#8220; genommen wurde (angeblich hat er die Insel nie betreten), wurde sie erst im Jahr 1632 durch die Briten in Besitz genommen. 1666 eroberte die französische Flotte im November die Insel, die jedoch wieder in 1674 als Teil einer Konföderation mit gemeinsamen Abgeordnetenhaus gemeinsam mit St. Kitts, Nevis und Montserrat britisch wurde und bis 1981 auch blieb. Ab 1674 wurde auch Zuckerrohr angebaut und damit auch ein eklatanter Zulauf von Sklavenarbeitern ausgelöst. Auch mit der Unabhängigkeit in 1981 blieb Antigua gemeinsam mit der Nachbarinsel Barbuda Teil des Commonwealth, wobei wir zur Kenntnis nehmen konnten, dass sich doch viele eine Loslösung vom Commenwealth wünschen. Vom Dow&#8217;s Hill aus hatten wir einen grandiosen Ausblick auf den im südlichen Teil der Insel liegenden Hafen, der bis heute aus gutem Grund &#8222;Nelson&#8217;s Dockyard&#8220; heißt. Die zweite Station führte uns nur wenige Kilometer weiter auf den Shirley Heights Lookout, ein ehemaliges britisches Fort mit einem mindest ebenso herausragendem Ausblick auf die Karibische See und auch wieder auf Nelson&#8217;s Dockyard und &#8211; auf der anderen Seite &#8211; auf die Häuser von Eric Claption, Denzel Washington oder auch die Residenzen des britischen Königshauses. Letzte Station war dann Nelson&#8217;s Dockyard selbst. Der Hafen wurde nach dem früher hier stationierten Befehlshaber Lord Admiral Horation Nelson benannt und wird seit 1671 benutzt. Die natürliche Hafenanlage liegt sehr geschützt und gilt als absolut hurrikansicher. Über Jahrhundete, vor allem aber während der Napoleonischen Kriege, wo er auch Nelson&#8217;s Hauptstützpunkt in der Karibik war, war Nelson&#8217;s Dockyard der wohl bedeutendste Marinestützpunkt Großbritanniens in der Karibik. Mitte des 19. Jhdt. wurde die Hafenanlage aufgegeben, in den 1960ern aber als Nationalpark reaktiviert. Die alten Gebäude wurden sehr ansprechend renoviert und dienen heute als Verkaufsläden aber auch als Hotelunterkünfte, meist für die vielen Segler, die mit ihren Luxusyachten hier vor Anker liegen. Die heute zu besichtigenden Gebäude stammen durchwegs aus der Zeit 1785–1792 und sind absolut einen Besuch wert.]]></description>
		
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		<title>Puerto Rico, eine Perle, aber eine teure&#8230;.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Siegfried]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2022 02:44:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karibik]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere zweite Station führte uns nach Puerto Rico, vielmehr in die Hauptstadt San Juan. Wir haben sie in sehr guter Erinnerung von unserer ersten Kreuzfahrt in die Karibik. Die Freunde wurde allerdings deutlich getrübt. Preise für Bekleidung oder Lebensmittel, für Speisen und Getränke in den unzähligen Bars und Stores haben sich nahezu verdreifacht. Ein T-Shirt, das bei uns von gleichem Hersteller und der gleichen Qualität für ca. 70 € zu erhalten ist, kostet hier (im Outlet) ca. 120$. Reisetabletten, die bei uns ca. 2,95 € kosten, sind hier nicht unter 10 $ zu haben. Eine 400g-Packung Haribo Gummibärchen kostet hier ca. 12 $. Nein, wir haben nicht im Ausland deutsche Waren gekauft, haben uns aber in dem Drugstore, in dem wir uns mit Tabletten gegen die Seekrankheit wappnen wollten, sehr sorgfältig die Preise angeschaut. Gleichwohl sind die Menschen hier äußerst freundlich und entgegenkommend, trotz der ca. 15.000 Kreuzfahrtpassagieren, die am heutigen Tag diese zauberhafte Stadt heimgesucht haben. Mit unserem sehr kleinen Schifff sind gleichzeitig drei weitere Schiffe angekommen, von denen das größte ca. 6.000 Passagiere, die anderen ca. 4.500 und 3.000 ausgespuckt haben. Was bleibt ist dennoch eine Stadt, die jeden Aufenthalt wert ist, auch bei ca. 30 Grad&#8230;..]]></description>
		
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		<title>Puerto Plata, arm aber lebensfroh&#8230;.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Siegfried]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2022 23:34:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nach einem recht unruhigen Seetag, der zwar viel Sonne aber auch viel &#8222;Schaukelei&#8220; brachte, haben wir unser erstes Ziel erreicht. Puerto Plata in der Dominikanischen Republik. Auffallend freundlich und musikalisch beschwingt bereits die Begrüßung am Ende eines unendlich langen Anlegestegs, der allerdings mit &#8222;dominikanischen&#8220; Tuk-Tuk&#8217;s überwunden werden konnte. Unser gebuchter Ausflug führte uns zunächst in ein Bernsteinmuseum, das wir beide mit Bauchgrimmen betraten &#8211; zu Unrecht. So klein es war, so interessant war es aufbereitet und mit Leidenschaft durch einen blutjungen Führer präsentiert. Auch das zweite Museum war nicht wirklich groß und auch dieses Museum wurde mit viel Nationalstolz präsentiert. Es war das Wohnhaus des Generals Luperon, der im späten 19. Jhdt. das Land zunächst aus der spanischen Herrschaft befreien half, später dann Interimspräsident und in Folge Botschafter der jungen Dominikanischen Republik in Frankreich war. Es war dieser besondere Nationalstolz, der den jungen uniformierten Führer und das Museum so interessant und spannend machte. Die beiden folgenden Stationen waren leider reine &#8222;Verkaufsstationen&#8220;, eine Rum-Destillerie (Macorix) und eine Schmuckfabrik, in der die Schätze des Landes, Bernstein und Aquamarin verarbeitet wurden. Nur wenig Zeit blieb da für das alte spanische Fort von Puerto Plata, das bilderbuchmäßig an der Küste liegt und Teil einer wunderschön angelegten Parkanlage ist. An dieser Stelle brechen sich die Wellen des hier sehr flachen Meeres, das sich im weiteren Verlauf in allen denkbaren Farben öffnet.]]></description>
		
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		<title>Geschafft&#8230;.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Siegfried]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Dec 2022 17:21:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karibik]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8230;Nach einer etwas ungewöhnlichen, weil seitens AirFrance schlecht organisierten Flugreise von Frankfurt über Paris nach Miami und einem ebenso ungewöhnlich durch Oceania Cruises organisiertem Boarding, haben wir endlich unser Schiff betreten und uns einrichten können. Kurzes, na ja, vielleicht auch ein etwas längeres Gejammere von uns beiden, da wir dieses Mal leider eine Kabine buchen mussten, die etwas weniger geräumiger ist als die von uns gewohnten Dimensionen. Verstaut haben wir alles, ob wir aber bis zum Ende der Reise wissen wohin genau, wage ich zu bezweifeln. Die erste Nacht war sehr unruhig. Hoher Seegang hat uns klar gemacht, dass wir wirklich unterwegs sind. Geblieben ist an dem heutigen Seetag nur ein extremer Wind, Gott sei Dank bei schönstem Sonnenschein. Im Moment schippern wir ostwärts von Kuba, morgen wird das erste Ziel Puerto Plata auf der DomRep sein.]]></description>
		
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